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Pièces de viole

Suiten, Charakterstücke und "Programmmusik" von Marin Marais, dem Großmeister der Viola da gamba im barocken Frankreich.

Marinmarais

 

Auf dem neben

"Le Tombeau pour Mr. de Sainte Colombe" (ein musikalischer "Nachruf" auf Marais' Gambenlehrer),
"Le Tableau de l' Opération de la Taille" (die Beschreibung einer Gallensteinoperation),
"Le Labyrinthe" (ein fast aussichtsloser tonaler "Irrgarten") und
"Le jeu du volant" (Wimbledon in Paris)

eine Auswahl jener teils melodisch charmanten teils virtuosen Tanzsätze, denen Marais schon zu Lebzeiten einen legendären Ruf verdankt.

Evrard Titon du Tillet, "Le Parnasse françois", Paris 1732schreibt über Marais’ Unterricht bei Sainte-Colombe:

„Bekanntlich war Sainte-Colombe Marais Lehrer; doch als er nach sechs Monaten bemerkte, dass sein Schüler ihn übertreffen könnte, sagte er ihm, er könne ihm nichts mehr beibringen. Marais, der die Gambe leidenschaftlich liebte, wollte jedoch vom Wissen des Meisters weiterhin profitieren, um sich auf dem Instrument zu vervollkommnen; da er Zutritt zu seinem Haus hatte, nutzte er die Zeit im Sommer, wenn Sainte-Colombe in seinem Garten war und sich in einer kleinen Holzhütte einschloss, die er sich in den Ästen eines Maulbeerbaumes errichtet hatte, um dort ruhiger und angenehmer Gambe spielen zu können. Marais schlich sich unter diese Hütte; er hörte dort seinen Lehrer und profitierte von einigen besonderen Passagen und Bogenstrichen, wie sie die Meister der Kunst gerne für sich behalten hätten.“